SPD-Regionalkonferenz mit Parteivorsitz-Kandidaten in Nieder-Olm

SPD-Casting mit viel Lob für Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer (ganz vorne) schickte mit der rheinland-pfälzischen Regionalkonferenz der SPD am Dienstagabend symbolische Herzens-Botschaften für die an Brustkrebs erkrankte Manuela Schwesig.FOTO: dpa / Andreas Arnold

Nieder-Olm. Viele Bewerber um den SPD-Parteivorsitz sehen die Sozialdemokraten in RLP als Vorbild für die Bundespartei. Kandidat Ralf Stegner sieht sich als gebürtiger Pfälzer gut gerüstet, der SPD wieder mehr zum Lachen geben.

Mit Mut machenden Worten und Lob für die sozialdemokratisch geführte Landesregierung in Rheinland-Pfalz haben sich die Bewerber für die SPD-Bundesspitze in Nieder-Olm präsentiert. Diskutiert wurde am Dienstagabend vor mehreren Hundert Teilnehmern etwa über Themen wie Gerechtigkeit, den Klimawandel, die Grundrente und die Vermögensteuer – und über die große Koalition im Bund.

Die frühere nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann an der Seite von Europa-Staatsminister Michael Roth sagte, Solidarität könne nur nach außen gelebt werden, wenn das auch intern hinbekommen werde. „Wir brauchen mehr Rheinland-Pfalz in der SPD“, sagte sie. Ex-NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans, der mit dem Kauf von Steuer-CDs für Aufsehen gesorgt hatte und mit Saskia Esken antritt, sagte, Rheinland-Pfalz habe seinerzeit an seiner Seite gestanden, das hätten nicht viele getan.

Umweltexpertin Nina Scheer, die im Duo mit Gesundheitsfachmann Karl Lauterbach im Rennen ist, sagte mit Blick auf die aus Rheinland-Pfalz stammende Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), Landwirtschaftspolitik gehe nur mit „starken staatlichen Vorgaben“. Es funktioniere nicht nur mit Freiwilligkeit.

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