Stärkere Kooperation

„Wir arbeiten Hand in Hand zusammen“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD, r.) kam am Dienstag nach Saarbrücken, um die weitere Zusammenarbeit mit der saarländischen Vize-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD), Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Finanzminister Peter Strobel (CDU, v. r.) zu besprechen. FOTO: Oliver Dietze

Saarbrücken. Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen stärker kooperieren – unter anderem bei Strafvollzug, Forensik und einer Großregion-Uni.

Rheinland-Pfalz und das Saarland und wollen ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen. Künftig will die Justizvollzugsanstalt (JVA) Saarbrücken beim Aufspüren von Drogen mit der JVA Wittlich kooperieren. Dabei geht es insbesondere um synthetische Drogen, die etwa auf Briefpapier geträufelt und an die Gefangenen geschickt werden.

„Leider sind diese Drogen immer schwieriger zu erkennen“, sagte Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) nach einem Arbeitstreffen mit seiner Mainzer Amtskollegin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Saarbrücken. Mit einem Nanoscanner, einer Art Drogendetektor, den die JVA Wittlich Ende 2018 angeschafft hatte, können diese Designerdrogen identifiziert werden. Künftig wird die JVA Saarbrücken Proben nach Wittlich schicken und testen lassen. Das Saarland wird für die Nutzung zahlen, ohne selbst ein Gerät anschaffen zu müssen – „eine klassische Win-win-Situation“, so Hans.

Geplant ist auch eine gemeinsame forensische Ambulanz im Universitätsklinikum Homburg unter der Leitung von Professor Wolfgang Retz. In der Ambulanz werden Patienten, die aus der forensischen Psychiatrie entlassen werden, betreut. „Das ist auch wichtig im Sinne des Opferschutzes, um zu verhindern, dass sie noch einmal zu Tätern werden“, sagte Hans. Die Ambulanz soll nicht nur für Fälle aus dem Saarland übernehmen, sondern auch aus der Westpfalz.

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