Kommunalwahlen

Der Wahlkampf läuft an

Am 26. Mai wird in mehr als 2400 Städten, Gemeinden und Kreisen im Land gewählt. Die Parteien im Land schalten nun langsam aber sicher in den Wahlkampfmodus. FOTO: dpa / Silas Stein

Mainz. Erstmals seit drei Jahren gibt es in Rheinland-Pfalz wieder landesweite Wahlen. Dabei dürften die Ergebnisse der Parteien von 2014 kräftig durcheinander gewirbelt werden.

Auf den ersten Blick sind sie etwas verwirrend, die kommunalen Volksvertretungen mit ihren unterschiedlichen Bezeichnungen: Ortsbeirat, Gemeinderat, Verbandsgemeinderat, Stadtrat und Kreistag. Aber die Entscheidungen, die dort getroffen werden, haben für alle Rheinland-Pfälzer direkten Einfluss auf das Leben vor der Haustür. Am 26. Mai gibt es in diesem Jahr in mehr als 2400 Städten, Gemeinden und Kreisen die Chance, neue Leute in die Kommunalparlamente zu schicken.

Da es vor Ort ganz andere Aufgaben und auch andere Kandidaten gibt als auf Landesebene, fällt auch die Wahlentscheidung oft anders aus. Aus den Kommunalwahlen vor fünf Jahren ging die CDU als stärkste Kraft hervor, mit einem Anteil von 38,6 Prozent. Danach folgten SPD (29,8), Wählergemeinschaften (10,6), Grüne (9,5), FDP (4,1). Linke (3,2) und AfD (3,0). Bei den Wahlen in diesem Jahr dürften diese Stimmenanteile nun kräftig durcheinander geschüttelt werden.

Zusätzlich untermauert wurde die dominierende Stellung der CDU auf kommunaler Ebene bei den vergangenen Landratswahlen. Von zwölf Wahlen im Jahr 2017 gingen elf an die Wahlvorschläge der CDU, in einem Fall gemeinsam mit der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Eine Landratswahl 2017 entschied ein Einzelbewerber für sich. Damit werden von den 24 Landkreisen in Rheinland-Pfalz zurzeit 20 von einem CDU-Landrat oder einer CDU-Landrätin verwaltet, jeweils zwei von SPD- und parteilosen Landräten.

top