Khan A. entzieht sich erneut der Justiz

Khan A. ist mal wieder abgetaucht

Trier. Der Afghane könnte jetzt abgeschoben werden — wenn er denn zu greifen wäre.

Der als „Prümer Taliban“ bekannt gewordene afghanische Asylbewerber Khan A. ist vor seiner für gestern angesetzten Verhandlung am Trierer Verwaltungsgericht erneut abgetaucht und so einer drohenden Abschiebung vorerst entgangen. Das erfuhr unsere Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen. Damit ist das seit Jahren andauernde juristische Tauziehen um den jungen Mann, der sich fälschlicherweise selbst der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung bezeichnet hatte, um der Abschiebung zu entgehen, um eine weitere Facette reicher.

Wie wir gestern berichteten, hatte der zeitweise in Prüm lebende junge Mann gegen seinen im vergangenen Jahr vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge abgelehnten Asylantrag geklagt. Im Februar wurde das Verfahren durch das Trierer Verwaltungsgericht eingestellt, weil sich Khan A. trotz Aufforderung nicht mehr gemeldet hatte. Er sollte danach in seine Heimat abgeschoben werden.

Dazu kam es allerdings nicht, weil der junge Afghane in der Zwischenzeit untergetaucht war. Unter einer falschen Identität stellte er schließlich in Frankreich einen neuen Asylantrag. Khan A. wurde von den dortigen Behörden nach Deutschland überstellt und hier in Abschiebehaft genommen.

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