Investitions- und Strukturbank

ISB vergibt Wohnbau-Darlehen in Rekordhöhe

Mainz. Die rheinland-pfälzische Förderbank ISB hat den Umfang ihrer Wohnraumförderung, von der auch private Bauherren profitieren können, auf den höchsten Stand seit 2012 gesteigert. Insgesamt wurden 2018 rund 3000 Wohneinheiten mit knapp 236 Millionen Euro gefördert, wie die Bank am Donnerstag in Mainz mitteilte.

Das Fördervolumen steigerte sich zum Vorjahr um 47 Prozent, bei den Wohneinheiten ging es um 37 Prozent nach oben. Inklusive kurzfristig zu bearbeitender, noch offener Anträge kämen rund 3800 Wohneinheiten und mehr als 300 Millionen Euro zusammen.

Das Plus bei der Wohnraumförderung beruht vor allem auf Darlehen für Wohneigentum. Bei Darlehen für Mietwohnungen ging das Fördervolumen zurück auf knapp 48 Millionen Euro. Finanzstaatssekretär Stephan Weinberg (SPD) sagte, in Städten und Ballungszentren könne die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum oft wegen fehlender Grundstücke und ausgelasteter Handwerker nicht komplett befriedigt werden.

In der Wirtschaftsförderung legte das Volumen binnen Jahresfrist um 30 Prozent auf rund 333 Millionen Euro zu, die Zahl der Förderzusagen kletterte um acht Prozent auf über 1500. Unter dem Strich schmolz der Jahresüberschuss der ISB 2018 gegenüber dem Vorjahr um 77 Prozent auf 600 000 Euro. Das begründete Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer mit gestiegenen Pensionslasten, höheren Sachaufwendungen und der Tatsache, dass Venture-Capital-Aufwendungen, also etwa Beteiligungen an Start-ups, keine Erlöse gebracht hätten.

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