Verschwendung

Resteessen im Sinne der Umwelt

Eine vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vorgestellte „Beste-Reste-Box“. Die nachhaltige Pappschachtel ist Teil einer bundesweiten Aktion gegen Lebensmittelverschwendung. FOTO: dpa / Landwirtschaftsministerium

Mainz. Früher nahm mancher Essenreste aus dem Restaurant angeblich für seinen Hund mit. Inzwischen ist es im Sinne der Umwelt völlig normal, sich Reste einpacken zu lassen. Dafür gibt es mittlerweile sogar nachhaltige Pappboxen.

Waren die Augen größer als der Hunger und die Hälfte des Schnitzels bleibt auf dem Teller liegen, dann bieten Restaurants „Doggy Bags“ an. Das sind Reste-Boxen, in denen man sich Essen für später mit nach Hause nehmen kann. Auch in immer mehr Lokalen in Rheinland-Pfalz sind sie zu bekommen.

„Doggy Bags“ heißt eigentlich Hundetüte. Der Begriff kommt Fachleuten zufolge aus der Zeit, als man in Restaurants noch peinlich berührt vorgab, Reste für den Hund mit nach Hause zu nehmen. „Mich stört dieser Begriff“, sagt Thomas Langhauser vom rheinland-pfälzischen Landesverband des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA). „Denn er verleugnet, dass man das Essen natürlich für sich selbst mitnehmen darf und erreicht damit eigentlich das Gegenteil.“

Rund 44 Prozent der Lebensmittel in deutschen Restaurants, Groß- und Cateringküchen werden laut DEHOGA weggeworfen, das sind fast 24 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Ein Grund dafür seien vor allem die strengen Hygienevorschriften. Besonders bei Buffets bleibe viel liegen. In der À-la-Carte-Gastronomie werde wenig weggeworfen, sagt Langhauser, der selbst eine Gaststätte im pfälzischen Edenkoben führt. Dort sei es das Normalste der Welt, dass die Gäste ihre Reste einpacken lassen.

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