Rückgang um 12,9 Prozent

Ankunft von Flüchtlingen im Land weiter rückläufig

Das Foto zeigt minderjährige Flüchtlinge im Jugendhilfezentrum Don Bosco Helenenberg in Welschbillig (Rheinland-Pfalz) beim Deutschunterricht. Foto: dpa FOTO: dpa / Birgit Reichert

Mainz. Im vergangenen Jahr kamen weniger Geflüchtete an als in einem einzelnen Monat im Herbst 2015.

(dpa) In Rheinland-Pfalz treffen immer weniger Menschen auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung oder Hunger ein: Die Zahl der neu angekommenen Flüchtlinge ist im vergangenen Jahr um 12,9 Prozent auf 6903 zurückgegangen. 2017 waren noch 7922 Menschen über das EASY-System für die Erstverteilung von Asylsuchenden dem Land zugeordnet worden, wie das Integrationsministerium in Mainz mitteilte.

Erneut kamen die meisten Geflüchteten aus Syrien: 20 Prozent aller in Rheinland-Pfalz aufgenommenen Menschen suchten Schutz aus dem Bürgerkriegsland. 2017 lag dieser Anteil noch bei 25 Prozent. Danach folgten in der Statistik des vergangenen Jahres der Iran (14 Prozent), die Türkei (13 Prozent), Nigeria (12 Prozent), Somalia und Pakistan (jeweils 9 Prozent), Afghanistan und Irak (jeweils 7 Prozent), Eritrea (5 Prozent) und Sudan (4 Prozent).

Die Türkei war 2016 noch nicht in der Liste der zehn häufigsten Herkunftsländer – nach dem gescheiterten Putschversuch vom Juli 2016 und dem anschließenden Vorgehen der Regierung gegen Oppositionelle hat die Zahl der türkischen Asylbewerber deutlich zugenommen.

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