Zahl der Grundschüler steigt

Besser bezahlte Grundschullehrer dringend gesucht

Mainz/Gütersloh. 2025 werden mehr Pädagogen fehlen als gedacht. Die Gewerkschaften fordern für sie mehr Gehalt.

(dpa) Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung über einen zunehmenden Mangel an Grundschullehrern haben die Gewerkschaften eine tarifliche Besserstellung der Lehrkräfte gefordert. Sowohl der Verband Bildung und Erziehung (VBE) unter dem Dach des Deutschen Beamtenbunds als auch die DGB-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) verlangten am Montag, dass alle Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen mit ihren Kollegen an Gymnasien gleichgestellt und nach dem Tarif A13 bezahlt werden müssten.

Angesichts der Mangelsituation an Grundschulen bei gleichzeitig zu vielen Absolventen für das gymnasiale Lehramt müssten alle Länder ihre Grundschullehrkräfte endlich nach A13 bezahlen, forderte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe. Der VBE-Landesverband erklärte, das langfristig nur dann genügend Lehrkräfte an den Grundschulen verfügbar seien, „wenn die Rahmenbedingungen stimmen“.

Die Bertelsmann-Stiftung erwartet, dass bis 2025 bundesweit mindestens 26 300 Lehrer an Grundschulen fehlen werden. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte im Oktober 2018 noch einen Mangel von 15 300 Grundschullehrern errechnet. Die Bewältigung des Lehrermangels sei eine „Herkules-Aufgabe“, sagte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

(dpa)
top