Diskutiert wurde im vergangenen Jahr viel über die Akustik im Großen Saal – Auslöser war ein Konzert von Tenor Jonas Kaufmann, der den Klang kritisiert hatte. „Rückblickend bin ich doch erstaunt, was für Auswirkungen ein einzelnes Konzert haben kann“, sagte Lieben-Seutter. Wenn unter rund 1200 Konzerten bei einem Konzert etwas schief gehe, „dann liegt es wohl an der künstlerischen Darbietung und nicht am Saal“. Die Elbphilharmonie habe eine „intensive, klare Akustik“ – wenn man sich auf den Saal einstelle, gebe es keine Probleme. Trotzdem sollen einige Plätze hinter der Bühne von der kommenden Saison an etwas günstiger werden.

Auch Höppner kann die Aufregung um die Akustik nicht verstehen. „Man muss diesem Haus natürlich auch Zeit geben. Die Berliner Philharmonie hat zehn Jahre gebraucht, bis man mit der Akustik so weit war zu sagen: Jetzt sind wir zufrieden. Das braucht man für die Elbphilharmonie auch“, meint der Chef des Deutschen Musikrates.


top