Elbphilharmonie

Die teure Elbphilharmonie zahlt sich aus

Imposant: Die Elbphilharmonie, entworfen von Herzog und de Meuron, gilt als ein Höhepunkt eines Hamburg-Besuchs. FOTO: dpa / Georg Wendt

Hamburg. Seit drei Jahren thront das 866 Millionen Euro teure Konzerthaus über dem Hamburger Hafen. Mittlerweile kommt man leichter an begehrte Tickets.

Die Elbphilharmonie bleibt auch drei Jahre nach ihrer Eröffnung ein Besuchermagnet –  aber langsam kehrt Normalität in das spektakuläre Konzerthaus ein: Nachdem die Konzerte in den ersten beiden Jahren schon Monate im voraus ausverkauft waren, kommen Besucher nun leichter an Karten, und ab und zu bleiben auch ein paar Plätze frei. „Diese enorme Nachfrage, die das Angebot um ein Zigfaches übersteigt, wird noch ein, zwei Jahre anhalten“, hatte Intendant Christoph Lieben-Seutter Anfang 2018 prophezeit – und sollte damit Recht behalten. Fast alle Konzerte im Großen Saal mit seinen 2100 Plätzen sind nahezu ausverkauft, lediglich für den Kleinen Saal gibt es manchmal noch Karten.

„Die Elbphilharmonie ist ein Kulturleuchtturm, der weit ins Land strahlt, ich würde sogar sagen bis nach Bayern“, sagt Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates. Der Bau der Elbphilharmonie habe gezeigt, dass es sich lohnt, wenn die Politik Entscheidungen trifft, die Mut erfordern. In der Saison 2018/2019 besuchten insgesamt 904 000 Menschen die 731 Konzerte und Veranstaltungen in der „Elphi“, die Auslastung lag im Großen Saal bei 98,9 Prozent und im Kleinen Saal bei 91,7 Prozent. Weitere 2,7 Millionen Menschen besichtigten die Plaza, die Aussichtsplattform in 37 Metern Höhe.

Wenn Stars wie Sänger Plácido Domingo oder Pianist Lang Lang das erste Mal in der Elbphilharmonie auftreten, ist das immer noch ein herausragendes Ereignis. Klassikstars, die noch nicht in dem Konzerthaus aufgetreten sind, gibt es fast nicht mehr. „Es gibt kaum große Namen, die noch nicht da waren, aber einige kommen noch“, verspricht Lieben-Seutter. Bis auf das Los Angeles Philharmonic Orchestra seien alle wichtigen Orchester der Welt bereits zu Gast gewesen, darunter auch die Berliner und Wiener Philharmoniker.

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