Rod Stewart

Die britische Reibeisenstimme wird 75

Rod Stewart steht immer noch auf der Bühne. Im „Ceasar’s Palace“ in Las Vegas gibt er ab März 16 Shows. FOTO: dpa / Ursula Düren

Frankfurt an Main. Mit „Sailing“ und „Baby Jane“ landete er in den 70er- und 80er-Jahren Welthits. Diese Woche feiert Rock- und Popsänger Rod Stewart Geburtstag.

Das war ein Eigentor für den Fußballfan Rod Stewart: Mit seinem neuen Album, das er mit dem Royal Philharmonic Orchestra aufnahm, war er Mitte Dezember auf Platz eins der britischen Album-Charts. Per Twitter bedankte sich der Rock- und Popsänger bei seinen Fans – und beglückwünschte beiläufig den britischen Premierminister Boris Johnson zu dessen Sieg bei den Parlamentswahlen. „Gut gemacht, Boris“, twitterte der gebürtige Londoner mit schottischen Familienwurzeln, der am 10. Januar 75 Jahre alt wird.

Es hagelte wütenden Protest in den sozialen Medien. Dass der Weltstar und Wahl-Schotte gerade dem Brexit-Hardliner Johnson gratuliert, bringt besonders Anhänger des Fußballclubs „Celtic Glasgow“ und schottische Nationalisten auf die Palme. Ein „lebenslanges Celtic-Verbot“ will ein Vereinsmitglied gar über Rod Stewart verhängen. Der Mann mit der Reibeisenstimme und der markanten blonden Stachelfrisur gehört seit Jahren dem Club an.

Seinem musikalischen Erfolg scheint die Aufregung um seinen Tweet keinen Abbruch zu tun. Roderick David Stewart ist seit 50 Jahren im Musikgeschäft und hat mehr als 150 Millionen Tonträger verkauft. Er ist einer der erfolgreichsten Sänger des Vereinigten Königreichs, die Queen schlug ihn zum Ritter. Regelmäßig veröffentlicht er beachtenswerte Alben, die irgendwo zwischen Pop, Rock und Balladen anzusiedeln sind. Von einer 2016 festgestellten Prostatakrebserkrankung ist er wieder genesen.

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