Diözesanmuseum

Mainzer Domschatz wieder für Öffentlichkeit zugänglich

Mainz. Am heutigen Donnerstag wird die neu gestaltete Domschatzkammer in der Nikolaus-Kapelle des Doms offiziell eröffnet.

Liturgische Gerätschaften und kostbare Messgewänder aus dem Mainzer Domschatz sind künftig wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Am Donnerstag wird die neu gestaltete Domschatzkammer in der Nikolaus-Kapelle des Doms offiziell eröffnet. Die ausgestellten Kunstschätze umfassten einen Zeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart, teilte das Bischöfliche Dom- und Diözesanmuseum am gestriegen Mittwoch mit. Neben wertvollen alten Goldschmiedearbeiten und einem Messgewand des Erzbischofs Willigis aus der Zeit um 1000 kann unter anderem auch der Hirtenstab des 2017 verstorbenen Mainzer Bischofs Karl Lehmann betrachtet werden.

Der Mainzer Domschatz galt nach Angaben des Museums in früheren Jahrhunderten als einer „der kostbarsten des Abendlandes“. Aufgrund verschiedener Kriege ging im Laufe der Zeit allerdings ein Großteil davon verloren. Ein erheblicher Teil der Kunstgegenstände gelangte beispielsweise im Zuge des Dreißigjährigen Krieges im 17. Jahrhundert nach Schweden, wo bis heute einige Goldschmiedearbeiten aus Mainz im Stockholmer Nationalmuseum gezeigt werden.

Der heutige Domschatz umfasst dennoch viele alte Kunstschätze, die zum Teil im 19. Jahrhundert aus säkularisierten Kirchen und Klöstern nach Mainz gelangten. Auch Pfarreien des Bistums Mainz gaben in der Vergangenheit wertvolle Gegenstände aus Angst vor Diebstahl häufig an den Dom. In der neu konzipierten Ausstellung wird detailliert erklärt, welche Bedeutung den gesammelten Kultgegenständen in der katholischen Liturgie zufällt. Daher sei die Kollektion nicht mehr wie früher chronologisch geordnet, sondern orientiere sich „an den Sieben Sakramenten, die für entscheidende Wendepunkte im Leben eines Christen“ stünden, teilte das Museum mit.

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