In der Politik, in der Presse und in der Bevölkerung - überall gab es Bedenken: Die Rechten ereiferten sich über die „Hetzserie“, die Linken lehnten das „kommerzielle Hollywood-Melodram“ aus Amerika ab. Viele Intellektuelle waren der Meinung, dass man die Massenvernichtung überhaupt nicht in Unterhaltungsfilmen aufbereiten dürfe. Und deutsche Filmemacher äußerten sich abfällig über manche Kameraeinstellung.

„Stellen Sie sich mal vor: Die ganze Welt sendet es - aber die Deutschen haben ästhetische Bedenken“, sagt der heute 90 Jahre alte Rohrbach. Eine Ausstrahlung in der ARD konnte aber auch er nicht durchsetzen - als Kompromiss landete die Serie in den Dritten Programmen, die sich dafür immerhin auf gemeinsame Sendetermine einigten. An den meisten DDR-Bürgern ging die Serie dadurch vorbei: Sie konnten nur ARD und ZDF empfangen.


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