Austropop

Wanda sagen „Ciao!“ und starten durch

Lukas Hasitschka, Marco Michael Wanda (eigentlich Michael Marco Fitzthum), Manuel Christoph Poppe, Christian Hummer und Reinhold Weber sind Wanda. Foto: Fabian Nitschmann FOTO: Fabian Nitschmann

Wien. „Das Leben ist sehr schwierig und kompliziert, als individuelle Entscheidung natürlich“, sagt Marco Michael Wanda und zieht an seiner Zigarette. „Aber ich glaube, die Musik und die Texte fordern immer wieder dazu auf, weiterzumachen.“

Drei Alben voller Weltschmerz und Aufbruchstimmung haben die fünf Musiker der österreichischen Band Wanda seit 2014 schon veröffentlicht, jetzt folgt mit „Ciao!“ Nummer vier. Darauf enthalten: einige Überraschungen, die zu einem großen Wagnis werden könnten.

Die italienischen Zeilen jedenfalls, ein Wanda-Markenzeichen, sind verschwunden. Nicht absichtlich, wie Sänger Wanda betont, Texte schreiben sei für solche Absichten ein viel zu unbewusster Prozess. Ihrem Italo-Austropop-Sound haben die Wiener Indie-Rocker zudem neue Elemente hinzugefügt. Thematisch bleiben sich die Österreicher aber treu: Die Fans können sich auch dieses Mal auf viel Melancholie, eingehüllt in angenehm aus der Zeit gefallenen Rock 'n' Roll, freuen. Und selbst wenn der Begriff nicht fällt: Auch auf „Ciao, Baby“ lauert Amore hinter jeder Ecke.

Mit diesem Grundrezept sind Wanda ohne Zweifel zu einer Größe in der aktuellen deutschsprachigen Rockmusik geworden. Die beiden Alben „Bussi“ (2015) und „Niente (2017) schafften es jeweils auf Platz fünf der deutschen Charts. „Die neue Platte will hoch hinaus, sie will vieles auf einmal“, sagt Wanda über das aktuelle Werk, das die Band innerhalb weniger Tage unweit der österreichisch-tschechischen Grenze aufgenommen hat. „Wir haben da sehr konzentriert gearbeitet. Wir machen das aber immer schnell, wir wollen nicht, dass das zu verkopft ist“, erklärt der Sänger, der eigentlich Marco Michael Fitzthum heißt.

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