Städel Frankfurt

Über Deutschland zum Kunst-Idol: „Making van Gogh“

Berühmtes Selbstporträt von Vincent van Gogh aus dem Jahr 1887. Foto: Boris Roessler/dpa FOTO: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Er war der Maler der Sonne, der Kornfelder und der Sonnenblumen - für Städel-Direktor Philipp Demant ist Vincent van Gogh zudem der „Godfather der deutschen Moderne schlechthin“.

Nach fünfjähriger Vorbereitung zeigt das Frankfurter Museum 50 Werke des niederländischen Malers (1853-1890), der zu Lebzeiten kaum etwas verkaufen konnte, nach seinem Tod aber zu einem Idol der Kunstszene wurde. Wie es dazu kam, das ist auch Thema der Ausstellung „Making van Gogh“, die vom 23. Oktober bis zum 16. Februar 2020 im Städel Museum zu sehen ist.

Nach Angaben Demants handelt es sich „um die wahrscheinlich aufwendigste, auf jeden Fall aber die am längsten geplante Ausstellung in der Geschichte unseres Hauses“. Seit fast 20 Jahren seien in Deutschland nicht mehr so viele Werke van Goghs in einer Ausstellung vereint gewesen - da ist mittlerweile eine neue Generation von Museumsbesuchern herangewachsen.

„Er malte Bilder, die für eine ganze Generation von Künstlern zum Erweckungserlebnis wurden“, sagte Demant über den Einfluss van Goghs auf die Künstler der deutschen Moderne. In der Städel-Ausstellung sind van-Gogh-Werke daher auch neben und zwischen den Bildern deutscher Expressionisten, die teilweise stets „van Goghianer“ blieben oder aber über van Gogh zu ihrem eigenen Stil fanden. Der Untertitel der Städel-Ausstellung lautet denn auch „Geschichte einer deutschen Liebe“.

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