Friedenspreisträger

Sebastião Salgado schöpft wieder Hoffnung

Sebastião Salgado hatte den Glauben an die Menschheit verloren. Foto: Maurizio Gambarini/dpa FOTO: Maurizio Gambarini

Frankfurt am Main/Rio de Janeiro. Vor der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an ihn sendet Fotograf und Naturschützer Sebastião Salgado einen eindringlichen Appell.

„Umweltzerstörung kann rückgängig gemacht werden“, sagte der 75-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur: „Wir haben genug Ressourcen, genug Wissen, genug Technologie, um wiederaufzubauen, was wir zerstört haben.“

Salgado wird am 20. Oktober zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse mit dem Preis geehrt. Die angesehene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Anfang der 1990er Jahre hatte Salgado begonnen, die Farm seiner Eltern in Brasilien wiederaufzuforsten. Er gründete das gemeinnützige „Instituto Terra“, 1998 wurde das Land in ein Naturschutzgebiet umgewandelt.

Die Laudatio soll der Regisseur Wim Wenders halten, der den brasilianischen Fotografen im Jahr 2014 in dem oscarnominierten Dokumentarfilm „Das Salz der Erde“ porträtierte.

top