Raus aus der Illegalität

Sagrada Familia erhält nach 137 Jahren Baugenehmigung

Die Sagrada Familia soll tatsächlich 2026 fertig sein. Foto: Matthias Balk FOTO: Matthias Balk

Barcelona. Nach 137 Jahren dürfen Architekten, Ingenieure und Bauarbeiter an der bis heute unvollendeten Basilika Sagrada Familia in Barcelona endlich werkeln, ohne das Gesetz zu brechen.

Das Lebenswerk des legendären Architekten Antonio Gaudí (1852-1926) hat erstmals eine offizielle Baugenehmigung erhalten, wie spanische Medien unter Berufung auf die Verwaltung der katalanischen Metropole berichteten. Die Baugesellschaft werde dafür gut 4,6 Millionen Euro zahlen.

Die linke Stadtverwaltung von Bürgermeisterin Ada Colau - einer ehemaligen Hausbesetzungs-Aktivistin - hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im Jahr 2015 herausgefunden, dass die berühmteste Baustelle Spaniens keine offizielle Bauerlaubnis besaß. Die Kirche werde nun „wie alle zahlen“ und genieße „keinerlei Privilegien mehr“, wurde die zuständige Stadtplanerin Janet Sanz in der Zeitung „La Vanguardia“ zitiert. „Bisher wurde illegal gebaut. Endlich wird eine historische Anomalie unserer Stadt gelöst.“

Die Genehmigung ist bis 2026 gültig. Bis dahin soll das Bauwerk fertiggestellt sein. Zudem wurde vereinbart, dass die Baugesellschaft 36 Millionen Euro zahlen muss, um die negativen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Nachbarschaft zu mildern.

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