Filmfestival

Nina Hoss mit „Das Vorspiel“ in Toronto

Nina Hoss als Anna Bronsky und Ilja Monti als Alexander Paraskevas in einer Szene des Films "Das Vorspiel". Foto: Judith Kaufmann/Port au Prince Pictures FOTO: Judith Kaufmann

Toronto. Mit ihrer Rolle als strenge, akribische Geigenlehreerin hat die deutsche Schauspielerin Nina Hoss („Barbara“) beim 44. Toronto International Film Festival (TIFF) die Zuschauer begeistert.

„Es ist ein tiefgehender, aufwühlender Film, der mir sehr am Herzen liegt“, sagte Hoss nach der Weltpremiere des Dramas von Regisseurin Ina Weisse am Sonntag in Toronto.

Hoss spielt in „Das Vorspiel“ eine nach Außen disziplinierte, aber innerlich aufgewühlte Geigenlehrerin, die sich auf Kosten ihres Familienlebens immer stärker auf den Erfolg eines Schülers (Ilja Monti) fixiert. Nicht nur ihre Beziehung zu Philippe (Simon Abkarian), ihrem charmanten französischen Ehemann, leidet darunter. Vor allem ihr 10-jähriger Sohn Jonas (Serafin Mishiev) kann mit der schwindenden Aufmerksamkeit seiner Mutter nicht umgehen.

Sie habe eine komplexe, schwierige, aber auch starke Frauenfigur schaffen wollen, sagte Regisseurin Weisse nach der Weltpremiere dem Publikum: „Die tiefe Zerrissenheit dieser Frau war der Ausgangspunkt. Daraus hat sich Schicht um Schicht die Geschichte entwickelt. Lagen wie die Ehe, die Beziehung zum Sohn und die Verbissenheit was den Schüler angeht haben sich erst später herauskristallisiert. Der Prozess war ähnlich wie die Komposition eines Musikstücks.“

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