Europas Kulturhauptstadt

Multi-Kulti-Stadt Plowdiw feiert „Zusammen“

Die Skulptur "Milyo der Verrückte" und das Wort "zusammen" werben für die Kulturhauptstadt 2019. Foto: Jens Kalaene FOTO: Jens Kalaene

Plowdiw. Die Vorbereitungen der südbulgarischen Stadt Plowdiw für Europas Kulturhauptstadt 2019 gingen bis zuletzt weiter. Kurz vor der Eröffnung an diesem Wochenende (11.-13.1.) gab es im Zentrum der an mehreren Hügel angelegten Stadt eine Großbaustelle.

Es hagelte Kritik. Doch nun ist alles fertig. Das Eröffnungsevent unter dem Motto „Wir sind alle Farben“ kann beginnen.

Slawischstämmige orthodoxe Bulgaren, Katholiken, Protestanten, Türken aus der Zeit des Osmanischen Reiches, Juden, Armenier und Roma - in der bulgarischen Multi-Kulti-Stadt Plowdiw leben sie friedlich nebeneinander. „Zusammen“ lautet denn auch treffend das Motto der europäischen Kulturhauptstadt 2019 auf dem Balkan - die in einer auch von ethnischen Konflikten geprägten Region liegt. „Die Tradition des Zusammenlebens in Plowdiw setzt ein sehr gutes Beispiel“, sagt Gina Kafedschijan. Die stellvertretende Programmdirektorin der Stiftung Plowdiw 2019 belegt dies mit dem eigenen Familienhintergrund - sie selbst sei auch armenischer Abstammung.

Antike Mauern, Mosaiken und Säulen, ein römisches Stadion sowie die Dschumaja-Moschee aus dem 14./15. Jahrhundert sind heute Teil des Stadtzentrums und Kulissen des täglichen Lebens. Die Einwohner sind vom Flair der Geschichte ihrer Stadt und vom Mix der Kulturen und Völker geprägt. Die Geschichte von Bulgariens zweitgrößter Stadt, die über mehrere Hügel angelegt ist, reicht 8000 Jahre zurück. Heute hat sie etwa 350 000 Einwohner.

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