Manifest der Freiheit

„Lady Liberty“ bekommt ein neues Museum

Blick von der Dachterrasse des neuen Museums auf die Freiheitsstatue auf Liberty Island. Foto: Richard Drew/AP FOTO: Richard Drew

New York. Die New Yorker Freiheitsstatue ruft die Menschen zu sich. „Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren“, steht in den Worten der Dichterin Emma Lazarus (1849-1887) auf ihrem Sockel.

Es ist Manifest der Freiheit und ein Willkommensgruß an die Millionen von Einwanderern, die an der Statue vorbei in die Vereinigten Staaten kamen.

Heutzutage begrüßt der Spruch allerdings in erster Linie Massen von Touristen: Rund 4,3 Millionen Besucher, zwischen 8000 und 28.000 am Tag, drängeln sich jedes Jahr auf Liberty Island, einer Insel, die so klein ist, dass man sie in 10 Minuten bequem zu Fuß umrunden kann. Aus Platzgründen können nur rund 20 Prozent der Besucher in die Statue hinein, nur rund 7 Prozent in die Krone. Die kostenlosen Tickets dafür sind meist Monate im Voraus ausverkauft.

„Dass nicht alle in die Statue hinein können, ist für uns alle, die hier auf Liberty Island arbeiten, das Schwierigste - aber es gibt einfach nicht genug Platz“, sagt John Piltzecker von der US-Nationalparkverwaltung, seit fünf Jahren offizieller Hausmeister der Freiheitsstatue. „Deswegen dachten wir, es wäre ein wunderschönes Geschenk, wenn wir das relativ kleine Museum aus dem Sockel herausnehmen und an einen Ort bringen, wo es mehr Menschen sehen können.“

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