Filmpreise

„Joker“, Mafioso und Soldaten - Oscars feiern Männerthemen

Joaquin Phoenix ist der Joker. Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa FOTO: Niko Tavernise

Los Angeles. Mit dem Comic-Thriller „Joker“, dem Kriegsdrama „1917“, „The Irishman“ und Tarantino gibt es viele männliche Oscar-Favoriten. Das geht auf Kosten von Frauen in Hollywood. Erneut ist keine Regisseurin nominiert.

Das sind die diesjährigen Oscar-Favoriten: der psychisch kranke Batman-Gegenspieler Joker, eine Handvoll Mafiosi um den Gangster „The Irishman“, zwei abgehalfterte Schauspieler im Hollywood der 1960er Jahre und zwei junge britische Soldaten in den Schützengräben vom Ersten Weltkrieg.

Diese männerlastigen Themen - mit weißen Schauspielern besetzt - holten am Montag die meisten Oscar-Nominierungen. Dass Frauen vor und hinter der Kamera so wenig berücksichtigt wurden, sorgte sofort für heftige Kritik im Internet.

Mit elf Nominierungen ist die düstere Comic-Charakterstudie „Joker“ der große Favorit. Das Werk hat Chancen in der Top-Sparte „Bester Film“. Außerdem sind Regisseur Todd Phillips und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix (45) nominiert, der für die Rolle stark abnahm und sich ein schrilles Lachen antrainierte. Nach früheren Nominierungen für „Gladiator“, „Walk The Line“ und „The Master“ könnte Phoenix nun endlich seinen ersten Oscar in Empfang nehmen.

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