Neues Album „Taller“

Jamie Cullum: „Ich möchte als Person größer sein“

Die Liebe ist das zentrale Thema auf Jamie Cullums neuem Album „Taller“. Foto: Markus Scholz FOTO: Markus Scholz

London. Fünf Jahre mussten Fans von Jamie Cullum auf sein neues Album „Taller“ warten. Grund für die lange Wartezeit waren Startschwierigkeiten, wie der britische Musiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur verrät.

„Ich brauchte mehrere Anläufe“, sagt Cullum. „Ich habe mit dem Album zu einer Zeit angefangen, in der ich das Gefühl hatte, dass die Lieder, die ich geschrieben habe, nicht zu dem Mann passten, zu dem ich mich gerade entwickelte.“

Der 39-Jährige, der inzwischen Vater von zwei Töchtern ist, vermisste die Authentizität in seiner Musik. „Es ist ein bisschen so, als wenn man ein alternder Popstar ist, und man schreibt Songs über Nächte in den Clubs, obwohl man gar nicht mehr in die Clubs geht“, erklärt Cullum. „Ich konnte nicht einfach Songs darüber schreiben, wie ich meine Kinder zur Schule fahre.“

Die Texte auf „Taller“ sind abstrakter und metaphorischer. So sei der Titelsong - eine kräftige, coole Bluesnummer mit markanten Bläsern und Gitarrenriffs - und dessen Refrainzeile „Ich wünschte, ich wäre größer, ich wünschte, ich wäre weiser“ nicht wörtlich zu nehmen. „Das wäre ja dämlich“, betont der 1,64 Meter große Cullum. „Es wäre doch merkwürdig, sich etwas Unmögliches zu wünschen, oder?“

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