In My Room

Falk Richter: Viele Männer verhalten sich toxisch

Falk Richter führt Regie in dem Stück „In My Room“, das im Gorki-Theater Premiere feiert. Foto: Esra Rotthoff/Gorki.de/dpa FOTO: Esra Rotthoff

Berlin. Falk Richter gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Dramatikern. Gegen sein Stück „Fear“ klagte einst die AfD-Politikerin von Storch. Nun widmet sich der Theatermacher mit „In My Room“ der Männlichkeit.

Der Theatermacher Falk Richter sieht schädliche Männlichkeit als Wurzel vielen Übels in der Welt.

„Nicht Männlichkeit an sich ist toxisch, aber viele Männer verhalten sich toxisch, auch deshalb, weil die Gesellschaft, in der wir leben, ihnen das Privileg zugesteht, sich zerstörerisch zu verhalten“, sagte der Autor und Regisseur der Deutschen Presse-Agentur vor der Premiere seines neuen Stücks „In My Room“ am Berliner Gorki-Theater kommenden Mittwoch (15.1.). Darin will Richter (50) der Frage nachgehen, ob die Krise der Gegenwart eine Krise der Männlichkeit ist. Unter anderem spielt der Schauspieler Jonas Dassler (23, „Der goldene Handschuh“) mit.

Unter toxischer/giftiger Männlichkeit verstehen Geschlechterforscher und Soziologen übertriebene Vorstellungen des Mannseins wie Konfliktlösung einzig durch Gewalt, das Verneinen von Regungen wie Angst und Zärtlichkeit, auch ständige Sexbereitschaft oder das Abwerten angeblich unmaskuliner - also weniger muskulöser - Männer.

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