Englishman in Hannover

Entspannter Sting startet Deutschlandtour

Sting präsentierte in Hannover viele seiner Hits. Foto: Christophe Gateau FOTO: Christophe Gateau

Hannover. Er kommt ohne spektakuläre Bühnenshow aus und überzeugt stattdessen mit seinem Charisma und seinen vielen Hits von „So Lonely“ über „Englishman in New York“ bis zu „Fields of Gold“: Hannover war am Donnerstag die erste deutsche Station der „My Songs“-Tour des inzwischen 67-jährigen Weltstars Sting.

In schwarzer Jeans und engem T-Shirt begrüßte der Musiker die rund 10.000 Zuschauer auf dem ehemaligen Expo-Gelände. Knapp zwei Stunden nahm der Sänger und Bassist das Publikum mit auf eine Zeitreise in die 70er, 80er und 90er Jahre.

Die Klassiker seiner früheren Band The Police präsentierte der schlanke Brite mit den muskulösen Oberarmen in neuem Gewand. „My Songs“ heißt sein jüngstes Album mit den „Liedern seines Lebens“, wie er selbst sagt. Wenn alternden Musikern nichts Neues mehr einfällt, nehmen sie notgedrungen ein „Best of“-Album auf, mögen jetzt Kritiker einwenden. Allerdings funktionieren die behutsam modernisierten Songs immer noch. Den Auftakt macht „Message In A Bottle“, das einen wie ein Sog in das Konzert hineinzieht und die teils schon ergrauten Fans von Beginn an vor der Bühne wild hüpfen lässt.

New Wave, Reggae, Rock, Pop und Jazz: Der mit zehn Grammys ausgezeichnete Künstler lässt verschiedene Stile zum typischen Sting-Sound verschmelzen. Mit „Get Up, Stand Up“ huldigt er Reggae-Ikone Bob Marley. Das Gitarren-Riff von Stings „Shape of My Heart“ nutzte jüngst der bei Teenies beliebte Rapper Juice Wrld für seinen Song „Lucid Dreams“, der zum Hit wurde. In Hannover verschmelzen beide Titel, dafür bekommt Stings Backgroundsänger Extra-Applaus.

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