Abschied

Dirigent Mariss Jansons gestorben

Mariss Jansons im Dezember 2015 bei den Proben zum Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Foto: Hans Punz/APA/dpa FOTO: Hans Punz

Wien/München. Mariss Jansons war in den großen Musiksälen der Welt zu Hause. Die Wiener Philharmoniker sahen in ihm einen Freund. Jetzt ist der hochgeehrte Ausnahmedirigent gestorben.

Die Musikwelt trauert um Mariss Jansons. Der Stardirigent ist in der Nacht zum Sonntag im Alter von 76 Jahren in St. Petersburg gestorben, wie eine Sprecherin der Wiener Philharmoniker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Jansons hatte bereits im Juni auf ärztliche Empfehlung seine Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks bis Ende August abgesagt.

Der 1943 im lettischen Riga geborene Jansons zählte zu den bedeutendsten Dirigenten weltweit. Seit 2003 leitete er das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. 2015 hätte er vielleicht die Möglichkeit gehabt, Chef der Berliner Philharmoniker zu werden. Doch er blieb am Ende seinem Münchner Orchester treu, mit dem ihn so etwas wie eine Liebes- und Lebensbeziehung verband. 2018 wurde sein Vertrag bis 2024 verlängert. Zum 100-jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele hatte Jansons im kommenden Sommer Modest Mussorgskys „Boris Godunow“ in einer Neuinszenierung dirigieren sollen.

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