Polit-Lehrstück

„Die Schulz-Story“ eröffnet Privattheatertage in Hamburg

Axel Krauße (l-r), Sebastian Schäfer und Gundi-Anna Schick brillieren in „Die Schulz-Story“. Foto: Daniela Aldinger/Studio Theater Stuttgart FOTO: Daniela Aldinger

Hamburg. Grelle Karnevalsmusik ertönt, Papierschlangen wirbeln durch die Luft. Inmitten des Trubels steht schwankend und allein ein abgekämpft wirkender Mann mit Bart und Brille, der seine knallrote Krawatte lockert.

„Gott bin ich müde“, stöhnt er, „so unfassbar müde. Ob ich jemals wieder fit werde, das weiß ich nicht.“

Es ist Martin Schulz, dessen kurzer Höhenflug als SPD-Kanzlerkandidat nach einem miserablen Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017 höchst unsanft endet. Im Theaterstück „Die Schulz-Story“ verkörpert ihn beeindruckend der Schauspieler Sebastian Schäfer.

Die knapp dreistündige Inszenierung von Christof Küster nach dem gleichnamigen Buch des Journalisten Markus Feldenkirchen hat am Dienstagabend in Hamburg die achten bundesweiten Privattheatertage eröffnet. Für das Gastspiel des Studio Theater Stuttgart gab es vom Publikum im voll besetzten Altonaer Theater minutenlangen Beifall. Anwesend waren auch der Autor Feldenkirchen sowie Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD).

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