Regencapes statt Mönchskutten

„Der Name der Rose“ fällt nach der Hälfte ins Wasser

Auf den Domstufen unterhalb von Mariendom (l) und Severikriche (r) fand die Uraufführung des Musicals statt. Foto: Martin Schutt FOTO: Martin Schutt

Erfurt. Regencapes statt Mönchskutten: Weil es so heftig geschüttet hat, ist am Freitag die Musical-Premiere von Umberto Ecos „Der Name der Rose“ noch vor der Pause abgebrochen worden. Die rund 2000 Besucher erlebten vor der imposanten Kulisse des Erfurter Mariendoms knapp die Hälfte des Stückes, bevor sie die Tribüne räumen mussten.

Eingepackt in Ponchos, Jacken und Plastiktüten harrten sie zunächst an den Essensständen und Eingängen aus, bevor Guy Montavon, Generalintendant des Theaters Erfurt, die Premiere bei den Domfestspielen für beendet erklären musste.

Zuvor hatten die Besucher eine knappe Stunde die mittelalterliche Kriminalgeschichte in Musicalform erleben können. Der Franziskanermönch William von Baskerville war gerade dabei, die ersten beiden von insgesamt sieben mysteriösen Todesfällen in einer italienischen Benediktinerabtei zu untersuchen.

Auch die Rolle der Kirche, mit der sich Eco in seinem Bestseller aus dem Jahr 1980 intensiv auseinandersetzt, wird gleich zu Beginn musikalisch thematisiert - was, wie auch andere Teile des Musicals, auf manche befremdlich wirken konnte.

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