Pro und Contra

Debatte um Superheldenfilme: „Abscheulich“ oder „wunderbar“?

Francis Ford Coppola lässt kein gutes Haar an den Superheldenfilmen. Foto: J.L.Cereijido/EFE/epa/dpa FOTO: J.L.Cereijido

Lyon/Los Angeles. Die Filmwelt diskutiert über den weltweiten Erfolg von Superhelden-Blockbustern wie „Avengers“ oder „Thor“.

Kult-Regisseur Francis Ford Coppola (80) lässt kein gutes Haar an dieser Art von Kino. „Ich weiß nicht, was die Leute davon haben, immer wieder den gleichen Film zu sehen“, sagte er Medienberichten vom Wochenende zufolge bei einer Preisverleihung in Lyon. „Wir sollten etwas vom Kino lernen und uns Erkenntnisse, Wissen und Inspiration aneignen.“

Der US-Filmemacher, der Erfolgshits wie „Apocalypse Now“ (1979) und „Der Pate“ (1972, 1974, 1990) geschaffen hatte, springt damit seinem Kollegen Martin Scorsese (76, „Good Fellas“) zur Seite. Der zeigte sich kürzlich ebenfalls überrascht über den großen Erfolg der Comic-Verfilmungen und verglich sie mit „Freizeitparks“. „Es ist nicht das Kino von Menschen, die versuchen, anderen Menschen emotionale und psychologische Erlebnisse zu vermitteln“, sagte Scorsese dem Magazin „Empire“.

„Martin war freundlich, als er sagte, diese Filme seien 'kein Kino'. Er sagte nicht, dass sie abscheulich sind - so wie ich sie bezeichnen würde“, sagte Coppola den Berichten zufolge weiter.

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