„Durch Mauern gehen“

Das Gefühl von Trennung: Gropius Bau schaut auf Mauern

Ein Werk des Künstlers Jose Davila in der Ausstellung „Durch Mauern gehen“. Foto: Britta Pedersen FOTO: Britta Pedersen

Berlin. Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer - nun beschäftigt sich eine neue Ausstellung im Gropius Bau mit den Spaltungen und dem Getrenntsein in der Welt.

„Durch Wände gehen“ zeigt Arbeiten von 28 Künstlern, etwa Installationen, Gemälde oder auch ein Video der Performancekünstler Marina Abramović und Ulay.

Es sei ihnen nicht wichtig gewesen, eine „geografische Checkliste aller Mauern auf dieser Welt“ zu entwickeln, sagte einer der Kuratoren, Sam Bardaouil, am Mittwoch in Berlin. Stattdessen wollten sie es Besuchern ermöglichen, emotional in die Erfahrung des Getrenntseins einzutauchen.

Ein Gemälde des Dänen Michael Kvium etwa zeigt Strandurlauber neben einem Flüchtlingsboot. Von der Fotografin Sibylle Bergemann sind Bilder aus der Zeit nach dem Mauerfall 1989 zu sehen. Und die Spanierin Dora García zeigt eine Performance: Zwei Menschen wahren den gleichen Abstand zueinander - und wenn sich einer bewegt, muss es der andere auch tun.

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