Vertrag verlängert

Barenboim bleibt bis 2027 an der Berliner Staatsoper

Daniel Barenboims Wunsch ging in Erfüllung. Foto: Michael Kappeler FOTO: Michael Kappeler

Berlin. Die Ära von Daniel Barenboim an der Spitze der Berliner Staatsoper Unter den Linden ist noch lange nicht zu Ende: Der 76-jährige Dirigent soll weitere acht Jahre Generalmusikdirektor bleiben. Sein bis 2022 laufender Vertrag wird danach um fünf Jahre bis 2027 verlängert.

Das kündigten Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und Barenboim am Dienstag an. Die gegen den Dirigenten erhobenen Vorwürfe des Machtmissbrauchs hätten sich als „rechtlich nicht relevant“ herausgestellt, sagte Lederer. Die Entscheidung zur Vertragsverlängerung habe er nach vielen Gesprächen mit dem Orchester und mit Barenboim selbst getroffen.

„Es ist die richtige Entscheidung“, sagte der Linke-Politiker. Auf allen Seiten spüre er eine „Veränderungsbereitschaft“. Man wolle „Belastungen und unabsichtliche Verletzungen“ möglichst auf ein Minimum reduzieren. Es soll aber in der Staatsoper eine Ombudsstelle für Konfliktfälle eingerichtet werden.

Der argentinisch-israelische Musiker ist als Dirigent und Pianist einer der berühmtesten Klassikkünstler weltweit. Seit 1992 steht Barenboim an der Spitze der Staatsoper, im Jahr 2027 wird er 85 Jahre alt sein. Das Opernorchester, die Staatskapelle Berlin, hatte ihn bereits zum Chefdirigenten auf Lebenszeit ernannt. „Ich dachte nicht, dass es solange dauern würde - aber jetzt bin ich noch hier“, sagte der Dirigent.

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