Kontroverse in den USA

„American Dirt“ - Bewegendes Buch oder „Trauma-Porno“?

Amerika diskutiert über Jeannie Cummins' Buch „American Dirt“. Foto: -/rowohlt/dpa FOTO: -

New York. Vorschuss in Millionenhöhe, Lob von renommierten Schriftstellern und Aufnahme in Oprah Winfreys begehrten Lesezirkel: „American Dirt“ sollte der gefeierte Bestseller des Jahres in den USA werden - doch jetzt gibt es um Roman und Autorin eine erbitterte Kontroverse.

Drei Bücher hatte Jeanine Cummins geschrieben, keines davon verkaufte sich besonders gut. Doch dann kam „American Dirt“. Ein Roman über das Schicksal einer mexikanischen Mutter, die mit ihrem Sohn vor Drogengewalt und Korruption unter Lebensgefahr in die USA flieht.

In Zeiten verschärfter Einwanderungsgesetze und neuer Mauern an der US-mexikanischen Grenze unter US-Präsident Donald Trump ein aktuelles und viel diskutiertes Thema weltweit.

Schon die Ankündigung des Romans im vergangenen Jahr sorgte dann auch für Wirbel in der US-Literaturwelt: Zahlreiche Verlage hätten sich einen Bieter-Wettstreit geliefert, bevor Flatiron Books für eine siebenstellige Summe den Zuschlag bekommen habe, heißt es. Renommierte Bestseller-Autoren wie Don Winslow, Stephen King und Sandra Cisneros feierten das Buch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin. „So schnell habe ich die Seiten schon lange nicht mehr umgeblättert“, jubelte der Krimi-Autor John Grisham.

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