Die Krise überwinden

Akademie vergibt zwei Literaturnobelpreise

Eine Medaille mit dem Konterfei von Alfred Nobel im Stockholmer Nobel Museum. Foto: Kay Nietfeld/dpa FOTO: Kay Nietfeld

Stockholm. Nun ist aber auch gut: Nach einem dramatischen Jahr bei der Schwedischen Akademie mitsamt einem ausgiebigen Skandal und einer Verurteilung wegen Vergewaltigung will die Vergabe-Institution des Literaturnobelpreises eine schwere Zeit endlich hinter sich lassen.

Glücken soll das, indem am Donnerstag nicht nur bloß der diesjährige Preisträger verkündet, sondern gleichzeitig auch die Vergabe der Auszeichnung für das Jahr 2018 nachgeholt wird.

Bei der Akademie in Stockholm hofft man auf ein paar Positivschlagzeilen. Dafür hat sie sich nach eigenen Angaben ordentlich ins Zeug gelegt: Unter anderem sei intensiv daran gearbeitet worden, die Abläufe in der Organisation zu klären und Verantwortlichkeiten abzustimmen, um so die Transparenz sowohl innerhalb der Institution als auch zwischen der Akademie und der Außenwelt zu verbessern, sagte der neue Ständige Sekretär Mats Malm der Deutschen Presse-Agentur. Das Nobelkomitee sei zudem erweitert worden und bestehe nun zur Hälfte aus externen Mitgliedern.

Das Aufräumen in Stockholm ist dringend notwendig gewesen. Die Querelen um das mittlerweile ausgetretene Akademiemitglied Katarina Frostenson und ihren Ehemann Jean-Claude Arnault haben tiefe Wunden hinterlassen und auch den Ruf der Institution ramponiert. Über Monate wurde mit viel Schlamm geworfen, das Ganze auch noch oft und gerne in der Öffentlichkeit. Der Weg aus der Krise war lang, soll am Donnerstag aber endgültig abgeschlossen sein - und zwar um Punkt 13.00 Uhr. Dann wird Malm mehr oder weniger in einem Atemzug die Literaturnobelpreisträger der Jahre 2018 und 2019 verkünden.

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