Comic-Helden

90 Jahre „Tim und Struppi“

Der belgische Comic-Künstler Herge. Hinter dem Künstlernamen verstecken sich die französisch gesprochenen Anfangsbuchstaben „RG“ für Georges Remi. Foto: epa belga FOTO: epa belga

Hamburg. Tim und Struppi sind ziemlich viel rumgekommen. Ihre Abenteuer spielen im Kongo, in Amerika, der Sowjetunion oder sogar auf dem Mond. Die beiden sind eines der erfolgreichsten Duos der Comicliteratur - vergleichbar nur mit Asterix und Obelix.

Die erste Geschichte mit den beiden erschien vor 90 Jahren.

Dass ausgerechnet das kleine Belgien weltweit einen Ruf als Comicland erster Güte hat, verdankt es Zeichnern wie Hergé. Hinter dem Künstlernamen verstecken sich die französisch gesprochenen Anfangsbuchstaben „RG“ für Georges Remi. Der 1907 geborene Comic-Künstler war einer der ganz Großen seines Fachs, stilbildend und Vorbild für zahlreiche weitere. „Hergé war unfassbar wichtig für die Entwicklung des franco-belgischen Comics“, sagt Klaus Schikowski, Comic-Programmleiter beim Carlsen Verlag in Hamburg. „In den 30er Jahren war er in Belgien so populär, dass viele Kinder nur seinetwegen Comiczeichner werden wollten.“

Und „Tim und Struppi“ war sein genialster Einfall: Dass ausgerechnet ein rasender, schmalbrüstiger Reporter und ein kleiner weißer Terrier einmal zu den beliebtesten Comicfiguren der Welt gehören würden, hat sich Hergé sicher lange nicht vorstellen können. Das erste Abenteuer der Comicreihe, die auf Französisch „Les aventures de Tintin“ heißt, erschien am 10. Januar 1929 in einer belgischen Zeitung.

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