Film der Woche

Kleiner grüner Drache auf großer Leinwand

Peter Maffays Fantasiedrache Tabaluga ist jetzt in vielen Kinos der Region in Spielfilmlänge zu sehen.FOTO: dpa / -

Berlin. Ein so farbiges wie unterhaltendes Filmgeschenk bringt der Nikolaus all den kleinen und vielleicht auch manch älteren Tabaluga-Fans: Unter der Regie von Sven Unterwaldt durchlebt der grüne Drache als Animationsfigur ein hübsches Abenteuer.

Wie bekannt und beliebt die Figur des kleinen grünen Drachen ist, zeigt sich auch daran, dass es längst auch nach Tabaluga benannte Kindergärten gibt. Los freilich ging die Erfolgsgeschichte des süßen Feuerspuckers bereits 1983 - dem Jahr, in dem Tabaluga auf einem Konzeptalbum des Rocksängers Peter Maffay erstmals in Erscheinung trat. Auf „Tabaluga oder die Reise zur Vernunft“ folgten weitere Alben Maffays mit dem kleinen Drachen. Bekannt ist Tabaluga auch durch das nach ihm benannte Musical. Die possierliche Märchenfigur fungiert zudem als Held einer, in vielen Ländern dieser Erde ausgestrahlten TV-Serie. Nun kommt ein, an diese Serie angelehnter Kinofilm in die Lichtspielhäuser.

Der animierte Streifen von 85 Minuten Länge, entstanden unter der Ägide von Regisseur Sven Unterwaldt („Otto’s Eleven“), erzählt von Tabalugas Suche nach seinem Feuer. Yvonne Catterfeld, Michael Bully Herbig und andere leihen den Animationsfiguren ihre Stimmen. Tabaluga ist höchst unglücklich: „Ich kann nicht richtig fliegen, ich kann kein Feuer spucken!“. Wie soll er sich da als rechter Drache fühlen? Da kann sein Umfeld noch so idyllisch sein (das von Regisseur Unterwaldt in wunderbaren, fast psychedelisch zu nennenden Farbexplosionen auf die Leinwand gezauberte Grünland), seine Freunde noch so verständnisvoll (der kleine Käfer Bully, Tabalugas Ziehvater, der pechschwarze Rabe Kolk und andere): Tabaluga will es endlich wissen.

Und vielleicht kann dem Grünling ja der Hinkelstein ein Wegweiser sein, auf dem Tabalugas Mutter kurz vor ihrem Tod eine Nachricht hinterließ: Etwas mit „Feuer“ steht dort geschrieben, und auch das Wort „Eisland“ lässt sich noch lesen. Also macht Tabaluga sich zusammen mit seinen Kumpanen auf in das düstere, hinter einer grauen Riesenwolke liegende Land der Eisländer. Dort waltet ein fieser Schneemann namens Arktos (die Stimme von Heinz Hoenig): schwarze Handschuhe, ein schwarzer Zylinder, dazu schwarze Zähne; nur die keck gen Himmel ragende Karottennase verleiht dem kaltherzigen Kerl ein wenig Charme.

(dpa)
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