Merziger Zeltpalast

Merziger Zeltpalast huldigt Judy Garland

Merzig. Klein, aber hochdramatisch: Die Sommerproduktion im Merziger Zeltpalast dreht sich um die Hollywood-Diva Judy Garland. Mit vielen Song-Klassikern in „Club-Atmosphäre“  ab 21. August.

Am Ende des Regenbogens wartet ein goldener Schatz, behauptet eine doch schon reichlich betagte Sage. Joachim Arnold, der sich gerne mal als „Direktor und Gabelstaplerfahrer in einer Person“ vorstellt, also sowas wie der Mann für alle Fälle in seinem Laden „Musik & Theater Saar“ ist, hofft, dass er am Ende des Regenbogens ein volles Zelt vorfinden wird. Was ja für einen Veranstalter wie ihn auch Gold bedeutet. Anders gesagt: Diesen Sommer will es Arnold im Merziger Zeltpalast mit „End of the rainbow“ wissen.

Klingt doch irgendwie bekannt, klingt nach „Somewhere over the rainbow“, diesem einzigartigen Song aus dem „Zauberer von Oz“. Ja, stimmt. Die blutjunge Judy Garland machte der Film 1939 schlagartig weltberühmt. Doch trotz weiterem Hollywood-Ruhm, trotz gefeierter Konzertauftritte, ihr Leben war eine einzige Achterbahnfahrt: fünf Ehen, Drogen, Verzweiflung. Gerade mal 47 war sie, als sie starb; eine Überdosis Schlaftabletten.

„End of the rainbow“ setzt dort ein, wo die schon vom Leben gezeichnete Garland glaubt, sie könne noch einmal einen Aufschwung schaffen. Ein Hotelzimmer und ein Londoner Nachtclub sind die Zuflucht, auf die der Kosmos des einstigen Weltstars zusammengeschrumpft ist. Großes Theater konzentriert im Kammerspiel, hochdramatisch, mit vielen fantastischen Songs, verspricht Joachim Arnold. Tracie Bennett als Garland räumte damit vor acht Jahren bei der Uraufführung des Musikdramas von Peter Quilter gleich mehrere Preise ab. Und der Schwanengesang einer Diva lief mittlerweile in Europa rauf und runter, zuletzt, 2018, auch in Luxemburg.

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