Woody und Buzz Lightyear auf Rettungsmission

„Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“: Filmisches Feuerwerk

Spielzeug-Cowboy Woody, gesprochen von Michael „Bully“ Herbig,  erlebt wieder neue Abenteuer. Foto: 2019 Disney/Pixar FOTO: 2019 Disney/Pixar

„A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ von Josh Cooley: Wie Filmhelden aus Fleisch und Blut.

Junge Junge, 24 Jahre ist es jetzt schon her, dass Pixar mit „Toy Story“ den ersten abendfüllenden Animationsfilm überhaupt vorlegte. Zwei gleichwertig starke Fortsetzungen folgten und alle wären zufrieden gewesen, wenn ein ruhmreiches Kapitel Filmgeschichte zu Ende gegangen wäre. Doch jetzt hat die Truppe um den zwischenzeitlich in Ungnade gefallenen John Lasseter sich noch einmal für ein viertes Kapitel nach der Decke gestreckt – und schon wieder ein richtig starkes Stück Kino rausgehauen. Die Handlung setzt chronologisch korrekt neun Jahre nach dem letzten Film an. Andy ist erwachsen, hat eine Frau und eine kleine Tochter mit Namen Bonnie, die jetzt mit Andys alten Spielsachen viel Freude findet. Aber schon am ersten Tag im Kindergarten bastelt Bonnie sich aus Müllresten ein Figürchen, das sie Forky tauft. Forky fühlt sich – selbstbewusst – eher als Müll denn als Spielzeug, weshalb die Integration mit Cowboy Woody, Astronaut Buzz Lightyear und den anderen Spielsachen etwas holprig verläuft.

Als Forky während einer Urlaubsfahrt aus dem Wohnmobil plumpst, macht Woody sich auf, den neuen Gefährten zu retten. Die Spur führt in einen schummrigen Trödelladen. Als der Cowboy zur vereinbarten Zeit nicht erscheint, rüsten die anderen Gefährten eine zweite Rettungsexpedition aus.

Und wieder einmal zündet ein visuell überbordendes Feuerwerk aus Spaß und Spannung, in dem es keine überflüssige Minute gibt. Hier werden Spielzeugfiguren so erzählt, dass man überzeugt ist, es mit Filmhelden aus Fleisch und Blut zu tun zu haben. Jeder Konflikt hat Substanz, das Slapstick-Timing Schärfe. Hier wird so viel Kino geboten, wie es bei anderen für vier Filme gereicht hätte.

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