Ersteigerter Brief

Albert Weisgerbers Bedeutung abseits des „Stallmiefs“

St. Ingbert. Das Albert-Weisgerber-Archiv hat einen Brief ersteigert, der die Bekanntheit des St. Ingberter Malers (1878-1915) auch außerhalb des Saarlades belegt. Ein Pforzheimer Auktionshaus hatte das Schriftstück zur Versteigerung angeboten.

Der Literaturwissenschaftler Gerhard Sauder war darauf aufmerksam geworden und informierte das Weisgerber-Archiv. Dieses ersteigerte das Dokument für 270 Euro.

Darin lobt der Maler Conrad Felixmüller, Mitglied in der „Novembergruppe“, der auch Otto Dix angehörte, Weisgerber. „Obwohl er (der Maler Carl Hofer, Anm. d. Red.) aus dem süddeutschen Raum kommt, ist er nicht so blühend, freudig wie etwa Weisgerber oder Purrmann“, heißt es. Das sei „eine außergewöhnliche Beurteilung“ da sie nicht aus dem „Stallmief sondern aus dem östlichen Deutschland“ stamme, sagt Sauder. Auch die Vorsitzende des Weisgerber-Archivs, Andrea Fischer, beurteilte den Fund als Beleg für die „große Wertschätzung“ Weisgerbers unter dessen Künstlerkollegen.

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