Neu im Kino

„Mach ma so, hamma kein Stress“

Axel Stein (l.) als „Rainman“, Jella Haase als Betreuerin Laura, Luisa Wöllisch als Franzi, Kida Khodr Ramadan als Eddy. FOTO: dpa / -

München. Mit der Behinderten-Wohngruppe auf Tour: Die Gauner-Komödie „Die Goldfische“ mit vielen deutschen Stars startet morgen.

Alles, bloß kein Drama über das Leben mit Behinderung. Als der Regisseur und Drehbuchautor Alireza Golafshan beim Filmprojekt „Die Goldfische“ einstieg, reizte ihn vor allem, dass es eine Komödie werden sollte. Ein lustiger Film über Menschen, die so leben, denken und fühlen, wie andere ohne Behinderung auch. Das ist geglückt. Vergnüglich und warmherzig erzählt das rasante Leinwandabenteuer „Die Goldfische“ mit Tom Schilling und Jella Haase von einem Ausflug in die Schweiz, der im Chaos endet.

An Bord eines klapprigen Kleinbusses: die Bewohner einer Wohngemeinschaft von Behinderten und der Bankmanager Oliver, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und kriminelle Pläne schmiedet. Erstmals spielt laut Produktion eine junge Frau mit Down-Syndrom eine Hauptrolle: Luisa Wöllisch übernimmt die Rolle der WG-Bewohnerin Franzi, die auf der Reise endlich ihre Sehnsucht nach Glamour stillen will.

„Menschen mit Behinderung wollen nicht über ihre Behinderung definiert werden“, erklärt der Regisseur. Also kein Film darüber, wie man mit Autismus oder Down-Syndrom lebt. Das sei für die Betroffenen kein Thema. „Es ist einfach nur ihr Leben, das sie nicht unbedingt als ein Problem ansehen.“ So entstand die Idee: „Lass uns da reinspringen und die Figuren ein tolles Abenteuer erleben lassen“.

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