Homburger SPD stellt sich hinter den OB

SPD macht sich für Schneidewind stark

SPD-Vorsitzender Wilfried Bohn, die Ratsmitglieder Daniel Neuschwander und Elke Eder-Hippler (von links) und Manfred Rippel (stehend) wollen dem Oberbürgermeister den Rücken stärken. FOTO: Peter Neuheisel/SZ-Redaktion

Homburg. Bohn: „Das Scheitern des Oberbürgermeisters beim Landesparteitag der Sozialdemokraten ist nicht absehbar gewesen“

Die vergangene Woche war für Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) erneut keine gute: Zunächst wurde das Gutachten eines externen Rechtsanwalts bekannt, dass dieser im Auftrag des Stadtrates verfasst hatte. Hintergrund ist – wie sollte es anders sein – die Detektivaffäre rund um den Baubetriebshof, die der Stadt rund 330 000 Euro gekostet hat und weswegen der OB sich nun einer Anklage wegen Untreue gegenüber sieht. Der Rechtsgutachter hat nun den Stadtrat in aller Deutlichkeit aufgefordert, Schneidewind auf Regressansprüche in unbekannter Höhe zu verklagen.

Aber die Einschätzung eines weiteren Rechtsexperten der Affäre war nur ein Tiefschlag. Der andere folgte drei Tage später für den Homburger Verwaltungschef auf dem Landesparteitag.

Hier sollte Schneidewind eigentlich erneut zu einem der stellvertretenden Landesvorsitzenden der SPD gewählt werden. Die Wahl wurde für ihn zum Desaster. Lediglich 35,9 Prozent der Delegierten votierten für ihn. Damit war der OB durchgefallen, abgewählt (wir berichteten). Als Gründe liegen auch hier die Detektivgeschichte und die Klage wegen Untreue auf der Hand. Schlimmer als die harten Zahlen sind allerdings die Schlüsse, die innerhalb der Kreisstadt und in den sozialen Netzwerken gezogen werden.

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