Koblenz/Zweibrücken

Rheinland-Pfalz gehen die Fahrlehrer aus

Knapp ein Viertel der Fahrlehrer ist derzeit über 65 Jahre alt, ausreichender Nachwuchs fehlt. FOTO: dpa / Swen Pförtner

Koblenz/Zweibrücken . Während die Schülerzahlen steigen, gehen immer mehr Fahrlehrer in den Ruhestand. Und es fehlt an Nachwuchs.

(dpa) Die Zahl der Fahrlehrer in Rheinland-Pfalz geht immer weiter zurück. Nach Daten des Kraftfahrtbundesamtes arbeiteten 2017 im Land 2265 Fahrlehrer, rund zehn Prozent weniger als noch 2008 (2515). Nach einem Auf und Ab stieg die Zahl der Fahrschüler seit 2013 dagegen wieder. Im vergangenen Jahr legten knapp 93 500 Führerscheinanwärter die Theorieprüfung ab – 7,1 Prozent mehr als 2016.

Der Fahrlehrerverband Rheinland sieht darin bisher keinen Anlass zur Sorge: Noch sei der Mehraufwand zu bewältigen, sagte Joachim Einig, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands Rheinland, der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn die Tendenz in den nächsten zehn Jahren aber ähnlich ist, könnte ein Notstand ausbrechen.“

Knapp ein Viertel der Fahrlehrer ist derzeit schon über 65 Jahre alt, ausreichender Nachwuchs fehlt. Wer sich für den Beruf entscheidet, muss sich auf Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende einstellen. „Das will heute keiner mehr“, sagte Einig. Er nennt auch die Kosten für die Ausbildung als einen weiteren Grund. Für die Klasse B, also für Pkw, müssen Azubis 10 000 Euro aus eigener Tasche bezahlen oder sich um Förderung bewerben, etwa um ein Meister-BAföG. Früher habe die Bundeswehr im Jahr 800 Fahrlehrer ausgebildet, das gebe es auch nicht mehr, berichtete der Verbandsvorsitzende. „So wäre es natürlich schön, wenn der Fahrlehrerberuf als Ausbildungsberuf angesehen würde.“

(dpa)
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