Hilfe vor Ort

Zweibrücker helfen in Afrika

Auch wenn die Ausrüstung nicht gerade Hightech ist, können mit ihr in Ruanda marktfähige Produkte hergestellt werden.FOTO: Ruandakomitee Zweibrücken

Zweibrücken. Mit Unterstützung des Ruanda-Komitees wurde ein Schmiede-Projekt in Afrika abgeschlossen.

(red) 15 Jugendlichen hat das Zweibrücker Ruandakomitee nach eigenen Angaben im Distrikt Huye des ostafrikanischen Landes mit rund 5000 Euro Spendengeldern eine Ausbildung im Bereich Metallverarbeitung ermöglicht.

Um das Projekt zum Laufen zu bringen, waren im Jahr 2016 zunächst die passenden und benötigten Maschinen gekauft worden, berichtet Joseph Dahlem vom Ruanda-Komitee. Weiterhin wurde eine elektrische Gebläsemaschine angeschafft, um das Feuer auf dem Herd anzuheizen. Auch eine Werkstatt für die Ausbildung der Jugendlichen in der Metallumformung wurde gebaut. Ursprünglich war dieses Projekt mit dem Ziel gestartet, den Jungen das Handwerk der Metallbearbeitung beizubringen. Die jungen Frauen wurden hingegen verstärkt im Dekorieren der geschmiedeten Werkzeuge ausgebildet. Sechs Monate lang arbeiteten die Jugendlichen hart daran, das Design, den Umgang mit dem Elektrogebläse und die Herstellung der Werkzeuge zu erlernen.

Sechs junge Männer, die ihre Ausbildung bei der Cooperative abgeschlossen haben, haben sich laut Dahlem um die Mitgliedschaft in der Genossenschaft beworben. Die anderen neun Auszubildenden arbeiten selbständig, sie nutzen aber immer noch die Infrastruktur der Werkstatt. Die Genossenschaft hat ein Netzwerk mit anderen Handwerksbetrieben des Distriktes aufgebaut. Damit neue Produkte an die Käufer gebracht werden können, hat das Netzwerk begonnen, neue Produktreihen wie zum Beispiel Kerzenhalter zu produzieren und plant in Zukunft die Herstellung von Lampenschirmen, Schlüsselanhängern und kleinen Regalen. Neben der Entwicklung neuer Produkte soll die Qualität der bestehenden Produktreihen verbessert werden.

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