Daten-Analyse

Integrations-Defizit an Zweibrücker Schulen

Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den Zweibrücker Schulen ist sehr unterschiedlich.FOTO: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Zweibrücken. In Rheinland-Pfalz ist der Prozent-Anteil von Abiturienten mit Migrationshintergrund zweieinhalb Mal so groß wie in Zweibrücken. Das Problem beginnt schon früh: In Zweibrücken wechseln wesentlich weniger Grundschüler als im Landesschnitt aufs Gymnasium. Das zeigen Daten des Statistischen Landesamts.

Schüler mit Migrationshintergrund, die in Rheinland-Pfalz Abitur machen wollen, haben es schwerer, wenn sie in Zweibrücken leben.

Das kann man schon ahnen, wenn man die Listen der Abiturienten-Namen von Hofenfels- und Helmholtz-Gymnasium liest, in denen beim Abi-Jahrgang 2018 klassische deutsche Namen wie Marc, Christian, Sophie-Anna, Sebastian, Florian, Laura Sophie, Lars, Hannah-Christin, Felix Jonas, Emma oder Phillipp dominieren, während Ayse oder Mohammed Mangelware sind.

Dieser Eindruck könnte theoretisch zwar täuschen – denn nicht immer sind Namen Indiz für persönlichen ethnischen Hintergrund. Doch tatsächlich hinkt Zweibrücken dem Landes-Trend hinterher. Das belegen neue Zahlen des Statistischen Landesamts, die der Pfälzische Merkur jetzt ausgewertet hat.

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