Gedenken an Bombardierung

Über 1000 Schüler demonstrieren

Respekt und Toleranz seien gefragt, stellten die Schüler bei ihrer Demo zum 14.März fest. Die Musikgruppe der Herzog-Wolfgang-Realschule plus stimmte alle mit Liedbeiträgen auf die Veranstaltung ein.FOTO: Norbert Schwarz

Zweibrücken. Kundgebung für Respekt und Toleranz auf dem Herzogplatz.

(cos) Mehr als 1000 Schüler der Zweibrücker Schulen und der IGS Contwig haben am Jahrestag der Zweibrücker Bombennacht vom 14. März 1945 Flagge gezeigt und für Respekt und Toleranz demonstriert. Die Demo auf dem Herzogplatz war allein von Schülern initiiert und organisiert worden. Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) lobt das Schülerengagement in höchsten Tönen und sprach von einer eindrucksvollen Demonstration für Respekt und Toleranz. „Ich bin unfassbar stolz auf euch Schüler,“ sagte Wosnitza.

Der Oberbürgermeister ging in seiner Rede auf die Bedeutung von Respekt und Toleranz als Grundwerte demokratischen Verstehens ein und räumte mit Unwahrheiten auf, die bei der Vorbereitung zu dieser Schüler-Demonstration in Zweibrücken die Runde gemacht hatten. Marold Wosnitza wörtlich: „Im Vorfeld dieser Veranstaltung gab es scheinbar eine Diskussion darüber, dass der OB für die Schüler eine Sonderveranstaltung macht und die Schüler und Lehrer wohl vergattert wurden, zu dieser Veranstaltung zu kommen. Nichts hat mit der Realität weniger zu tun.“ Die Schülerabsicht sei es, ein Zeichen zu setzen und dafür würde kein OB gebraucht, so der Oberbürgermeister weiter, der mit Schal in den Stadtfarben und Baseball-Mütze wie alle übrigen Veranstaltungsbesucher dem Dauerregen bei Temperaturen nur wenige Grade über Null trotzte. Mit der Demo setzten die jungen Teilnehmer ein ganz wichtiges Zeichen gegen Ausgrenzung und für Respekt anderen Menschen gegenüber.

Der sei auch in Zweibrücken nicht selbstverständlich. Wosnitza erzählte von einem Gespräch mit einem jungen Syrer, der in Zweibrücken eine neue Heimat gefunden hat. der habe ihm erzählt, dass ein Nachbar immer auf den Boden spucke, wenn sie sich begegnen. Wosnitza: „Das ist keine Kommunikation, keine Aussprache, kein Wort, kein Austausch. Wie kann man solches Verhalten erklären?“

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