Oktoberfest

Zweibrücken wieder in Bayernhand

Die Wasenrocker beim Oktoberfest 2019 in Zweibrücken. FOTO: Volker Baumann

Zweibrücken. Das Oktoberfest machte den Schlossplatz am Wochenende zur „Zweibrücker Wiesn“.

Die „Vereinten Wirte Zweibrücken“ machen es wesentlich besser als das Vereinte Königreich mit seinem nicht endenden Brexit-Tohuwabohu, zeigten sie doch am vergangenen Wochenende, dass konstruktive Zusammenarbeit dazu führt, einen kompletten Oxit (Oktoberfest-Exit) zu vermeiden. Jahre lag der Schlossplatz im Oktober blank, jetzt wird wieder gefeiert – Gott sei Dank.

Der alte und neue Anziehungspunkt für die Freunde des Trachten-Kults, guter Laune, Volks- und Partymusik, aber auch zünftiger Schmankerl und Getränke, hat wieder seinen Status gefunden und im Herzen der Stadt zum Oktoberfest aufgerufen. Peter Staufer, Peter Rohr, Bernhard Knerr und Thorsten Albrecht haben sich als „Vereinte Wirte“ zusammengetan und gesagt „wir können das Ding schon stemmen“. Stemmen im wahrsten Sinn des Wortes, denn allein das 1500 Personen fassende Zelt bedarf nicht nur zur „Füllung“ einer intensiven Logistik. „Das muss dann schon drei Tage voll abgehen“ sagt Thorsten Albrecht am ausverkauften Samstagabend und denkt dabei an den Freitag, der nicht ganz die Erwartungen in puncto Besucherzahlen erfüllt hatte, allerdings beim Publikum einen glänzenden Eindruck hinterließ.

Die Wirte hätten gerne noch ein paar Sponsoren im Boot, die das Wochenend-Spektakel ein bisschen unterstützen würden und damit auch zur etwas sichereren Angelegenheit werden ließen. Es sei bei vielen der Wunsch gewesen, das Oktoberfest wieder an seinem Stammplatz aufleben zu lassen und dazu müsse halt einiges „bewegt“ werden. Jedenfalls war Zweibrücken am Wochenende einmal mehr das Mekka bajuwarischer Traditionen, Mode und Gepflogenheiten. Aus allen Winkeln sah man ganze Trachtengruppen, aber auch Pärchen Hand in Hand, in Richtung Schlossplatz flanieren, um dort die große Sause zu erleben.

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