Werner Klein und Gerhard Lauer

Ein Leben voller Musik

Werner Klein und Gerhard Lauer sind Gründungsmitglieder der Stadtkapelle Zweibrücken. Das Plakat im Hintergrund zeigt Höhepunkte des nun 60 Jahre jungen Orchesters.FOTO: Cordula von Waldow

Zweibrücken. Mit Werner Klein und Gerhard Lauer spielen bis heute zwei Gründungsmitglieder bei der Stadtkapelle mit. Die beiden Senioren leben und lieben ihre Musik. Sie blicken auf ereignisreiche Jahre mit dem Zweibrücker Vorzeige-Orchester zurück.

„Ein Leben ohne Musik kann ich mir nicht vorstellen“, darin sind sich Gerhard Lauer (84) und Werner Klein (82) einig. Die beiden Urgesteine der Zweibrücker Stadtkapelle waren bereits bei deren Gründung vor 60 Jahren dabei. „Wir haben Tanzmusik gespielt bei Blau-Weiß. Dann kam ein Feuerwehrhäuptling auf die Idee, eine Feuerwehrkapelle zu gründen und wir haben unter Leitung von Erwin Plickat alle mitgemacht“, erinnern sich der Tenorhorn-Spieler und der Posaunist an die Anfangsjahre.

Im Alter von 18 Jahren hatten Werner Klein und „ein paar Jungs“ die große Vision: Wir gründen eine BigBand! Kurz entschlossen, ohne musikalische Vorkenntnisse, erwarb der Einöder eine Posaune, ließ sich von einem altgedienten Posaunisten das kleine Einmaleins beibringen – und wurde entdeckt. Von Blau-Weiß. Er trat als 22-Jähriger der Zweibrücker Tanzkapelle bei. Verdienten die jungen Tanzmusiker in ihren Anfangszeiten als junge Familengründer gutes Geld mit ihren Auftritten, investieren sie heute in ihr musikalisches Hobby. Der frühere Terex-Mitarbeiter bläst Zeit seines Lebens als Posaunist in unterschiedlichen Gruppierungen: der Stadtkapelle, deren Big-Band und seit 35 Jahren bei der saarländischen Big-Band „Bierriver Baskets“, deren Gründungsmitglied er ebenfalls ist.

Gerhard Lauer hingegen beherrscht eine Vielzahl an Instrumenten und singt zudem im Männerchor Webenheim, wo er jetzt wohnt, als erster, führender Tenor. „Das hält fit, da kommen zu den Tönen auch noch die Worte dazu“, schmunzelt der Rentner. Der gebürtige Niederauerbacher war als Straußbub bei der Kerwe so begeistert von der Musikkapelle, dass er mit 18 Jahren gerne Trompeter werden wollte. „Wenn du nicht lernst, schlage ich dir die Trompete auf den Kopf“, habe sein Vater, selbst Akkordeonspieler und Saxophonist, gedroht. Doch der junge Sänger, der seit seinem 15. Lebensjahr im Chor mitwirkte, nahm seine musikalische Ausbildung ernst.

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