Bauausschuss

Weiße Trisch noch nicht vom Tisch

Auf der saarländischen Seite der weißen Trisch stehen bereits vier Windräder (das Foto zeigt die Aufbauphase des Windparks). Darüber, ob auf der pfälzischen Seite der Grenze weitere Anlagen entstehen, ist noch nicht entschieden.FOTO: Thorsten Wolf

Zweibrücken. Die Tür für Windräder ist noch nicht geschlossen. Die Mehrheit im Bauausschuss stimmt für eine Vertagung.

Dirk Schneider (fraktionslos) hatte gleich zu Beginn der Bauausschusssitzung beantragt, die Beratung über die Windenergienutzung auf der Weißen Trisch von der Tagesordnung zu nehmen. Ihm fehlten in der „dünnen Beschlussvorlage“ Informationen. Nach der Erläuterung durch Achim Später vom Büro Argus Concept und der kontroversen Diskussion beantragte Rolf Franzen (CDU) ebenfalls, die Entscheidung zu vertagen. CDU, FWG, FDP, AfD und Schneider folgten dem Antrag. SPD und Grüne stimmten dagegen.

Damit wird das Kapitel Windenergie in Zweibrücken noch nicht geschlossen, wie es im Beschlussvorschlag der Verwaltung vorgeschlagen war. „Die geplante Konzentrationszone Auf der Weißen Trisch wird aufgrund von überwiegenden öffentlichen Belangen nicht weiterverfolgt.“ Daher werde das Verfahren ohne Ausweisung von Sonderflächen für die Windenergie abgeschlossen. „Das wäre töricht, wenn wir keine Fläche ausweisen“, sagte Schneider. Dann damit könne ein Investor für jede Fläche einen Antrag für die Aufstellung von Windrädern stellen. Das hatte Später im Juni 2018 fast gleichlautend gesagt (wir berichteten).

Weiter erinnerte Schneider an das Klimaschutzkonzept der Stadt, in dem die Nutzung von Windenergie empfohlen worden war. „Die Windenergie leistet einen Beitrag zur Energiewende“, sagte Elisabeth Metzger (CDU). „Und Zweibrücken soll auch dazu beitragen.“ Für die CDU sei es nicht nachvollziehbar, dass wenige Meter entfernt auf der Weißen Trisch, auf Homburger Gemarkung, Windräder stehen. Und auf Zweibrücker Seiten dürfen keine hin. „Fliegt der Rote Milan nicht über das Saarland?“

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