TLT sorgt für frische Luft

Ein TLT-Ventilator wird in den Berg transportiert. Foto: Kuhn/tltFOTO: Kuhn/tlt

Zweibrücken. In den Schweizer Alpen ist mit dem St.-Gotthard-Basistunnel der längste Eisenbahntunnel der Welt entstanden. Mit beteiligt an diesem Mammutprojekt war auch das Zweibrücker Unternehmen TLT.

Mit der Betriebslüftung des St.-Gotthard-Basistunnels in den Alpen hat das Zweibrücker Unternehmen TLT-Turbo nicht nur eine riesige Herausforderung gemeistert. "Es wurde auch sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet", macht der am Projekt maßgeblich beteiligte Andreas Kuhn deutlich, dass in den fünf Jahren Planungs- und Bauzeit auch technisch ein großer Sprung gemacht worden sei. Zumal der Tunnel ein Jahr früher als geplant fertig war. Zudem konnten gemeinsam mit dem Schweizer Partner ABB rund 55 Millionen Euro an Einnahmen verbucht werden.

Insgesamt gebe es neben TLT lediglich ein weiteres Unternehmen, das solch riesige Ventilatoren auf dieser 57 Kilometer langen Eisenbahnstrecke durch den Tunnel verbauen könne. Nachdem 2007 eine Machbarkeitsstudie abgegeben wurde, bekamen die Zweibrücker 2011 den Zuschlag (wir berichteten). Die Ventilatoren sorgen für Be- und Entlüftung im Tunnel . Das System sei auf drei Szenarien ausgerichtet. So werde normalerweise vor allem durch den Austausch der Luft dafür gesorgt, dass sich die Temperatur im Tunnelinnern von bis zu 50 Grad auf weniger als 40 Grad Celsius verringert. "Auf der Mitte der Strecke wird es sonst zu warm", so Kuhn.

Im zweiten Fall müsse für Belüftung bei Erhaltungsarbeiten gesorgt werden. Dann werde ein Teil des Tunnels gesperrt. Der Betrieb gehe aber weiter, da das Konzept hier zwei Röhren mit sechs Zonen vorsehe. Die Sanierungen finden an jedem Wochenende statt.

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