Terror-Vorsorge: Fasenachtsumzug wird verkürzt

Auch in diesem Jahr sollen die kleinen und großen Narren wieder unbeschwert in Zweibrücken feiern dürfen. Unser Foto zeigt Feiernde beim Umzug 2015 an der Maxstraße. Zur Terror-Prävention sowie aus baulichen Gründen darf der Umzug dieses Jahr erstmals nicht mehr durch die Fruchtmarktraße und Alte Ixheimer Straße. Foto: pma/Jörg JacobiFOTO: pma/Jörg Jacobi

Zweibrücken. Um die Sicherheit für die Feiernden zu erhöhen, gilt nächsten Dienstag ein siebenstündiges Fahrverbot für Lkw in der Zweibrücker Innenstadt.

Sicherheitskonzepte für die unterschiedlichen Veranstaltungen hat die Stadt Zweibrücken schon seit vielen Jahren. Auch für den Fasenachtsumzug. "Bisher war das 120 Seiten dick. Jetzt 180 Seiten", erklärt der Leiter des Zweibrücker Ordnungsamtes, Klaus Stefaniak. Wobei es nach Aussage des Sprechers der Zweibrücker Polizeiinspektion, Wolfgang Seel, "überhaupt keinen Hinweis auf einen Anschlag gibt". Es gehe vielmehr um eine präventive Maßnahme, fügt der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD)hinzu. Das Sicherheitskonzept sei mit Blick auf die Terroranschläge angepasst worden. Zum Konzept gehört auch, dass die Polizisten Bodycams am Körper tragen - wie schon beim letzten Umzug 2015 (wir berichteten; 2016 fiel der Umzug wegen eines Sturms aus).

Beim Zweibrücker Fasenachtsumzug am Dienstag, 28. Februar, ab 14.11 Uhr, unter dem Motto "hoffentlich spielt de Wettergott mit, donn wird de Umzuch wieder de Hit" gibt es Änderungen, wie der Leiter des Kultur- und Verkehrsamtes, Thilo Huble, erklärt. So stellt sich der Zug nicht mehr auf dem Parkplatz an der Rennwiese, sondern auf dem Festplatz an Rennwiese auf. Huble: "Auf dem Parkplatz war es immer sehr eng. Und in diesem Jahr haben sich schon 33 Gruppen mit über 20 Fahrzeugen angemeldet."

Über die Geschwister-Scholl-Allee, die Gestütsallee, die Saarland-, Landauer- und Maxstraße, den ZOB, den Schlossplatz und die Gutenbergstraße geht es zur Rosengartenstraße, wo sich der Zug auflöst. Das Festzelt der VB Zweibrücken und des Verkehrsvereins steht auf dem Alexanderplatz. Die Ehrentribüne am ZOB. Die Vereine hätten bedauert, dass der Zug nicht mehr über die Alte Ixheimer,- Lützel- und Fruchtmarkstraße führt, sagte Pirmann. "Die Vereine hätten sich gerne auf einer längeren Strecke gezeigt." Zum einen sei das der neuen Einmündung der Alten Ixheimer Straße in Richtung Lützelstraße geschuldet. "Ein Lkw wäre da nicht rum gekommen", erklärt der Oberbürgermeister weiter. Zum anderen sei die Änderung eine Folge des neuen Sicherheitskonzepts. Die Kreuzungs- und Einmündungsbereiche ließen sich so durch feste und mobile Sperren besser absichern. Dabei werden Fahrzeuge des UBZ, der Stadtwerke und des Bauunternehmens Gruchlik die Zufahrten absichern (wir berichteten bereits am 21. Januar). Henno Pirmann: "Rettungsfahrzeuge können passieren."

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