Diskussion um teure Baustelle

Stadtrat billigt Mehrkosten mit Unmut

Von Dezember 2015 bis September 2016 war die Alte Ixheimer Straße Baustelle. Dabei gab es einige teure Überraschungen, erfuhr jetzt der Stadtrat.FOTO: Lutz Fröhlich

Zweibrücken. Umbau der Alten Ixheimer Straße ist 13 Prozent teurer geworden als geplant. Hätte man das vorher wissen können?

Mit der Neugestaltung der Alten Ixheimer Straße 2015/16 ist eine der wichtigsten Stadteinfahrten zwar für Anwohner wie Stadtbesucher deutlich attraktiver geworden – und damit ein jahrelang beklagter städtebaulicher Missstand beseitigt. Doch jetzt hat die Alte Ixheimer Straße erneut für Streit gesorgt – im Stadtrat. Grund: Die Bauarbeiten (einschließlich Maxstraße und Landauer Straße) wurden deutlich teurer als geplant

Grund seien von der Baufirmen-Arbeitsgemeinschaft (Arge Horn/Scharding/Peter Gross) „zusätzlich erbrachte, nicht vereinbarte Leistungen“, hieß es in den Sitzungsunterlagen. Die Arge habe „schon mehrmals die Schlusszahlungen angemahnt“. Nach der Ausschreibung hatte die Arge den Zuschlag für 1,36 Millionen Euro bekommen, infolge der Mehrarbeiten beträgt die Gesamtsumme jetzt 1,56 Millionen Euro. Damit muss das Land rund 72 000 Euro mehr zahlen, die Stadt 120 000 Euro mehr. Damit muss die Stadt nun insgesamt 1,0 Millionen Euro zahlen.

Der Stadtrat billigte diese Auftragserhöhung zwar einstimmig. Mehrere Ratsmitglieder machten zuvor aber erheblichen Unmut deutlich. Nicht nur wegen der höheren Kosten – sondern auch wegen des Umgangs von Stadtverwaltung und UBZ (der Umwelt- und Servicebetrieb betreut den Straßenbau in Zweibrücken) damit. FWG-Fraktionschef Kurt Dettweiler (früher selbst einmal Baudezernent) legte los: „Ich bin sehr unzufrieden mit dem Verlauf dieser ganzen Baumaßnahme!“ Zwar gebe es in der Sitzungsvorlage ein detailliertes 30-seitiges Verzeichnis aller zusätzlich zur Ausschreibung ausgeführten Arbeiten, dabei steht aber nicht, was wie viel Euro kostet: „Das ist nicht nachvollziehbar.“ Zudem stehe in der Liste Einiges, was schon vor der Ausschreibung hätte klar sein müssen, zum Beispiel die Fußgängerampel an der Kreuzung zur Maxstraße. Dettweiler fragte auch, ob das Ingenieurbüro Schönhofen, dass die Ausschreibung erstellt hatte, zur Zufriedenheit der Stadt gearbeitet habe.

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