Solch eine Mutter ist aber auch keine einfache Aufgabe, schien es. Organisiert sie doch gleich eine Altersheim-Besichtigungstour quer durch die Republik und weil das noch nicht genug ist, schaltet sie für ihren Sohn vorsichtshalber noch Kontaktanzeigen auf allen möglichen Kanälen, nur um eine passende Rentnerin zu finden, die doch bitte finanziell unabhängig sei, ansonsten aber alle Pflichten übernehme.

Christine Schütze erzählte da lieber von ihren Erfahrungen beim Speed Dating, das sie nach dem ersten Kandidaten Rüdiger, ein alternativer Gedichteschreiber, gleich wieder abbricht. Allerdings sei Speed Dating zumindest im Alter eine Alternative, schließlich müsse es da ja schnell gehen, bevor gar nichts mehr geht, oder in den wenig charmanten Worten der Pflege-Pianistin: „Veränderung ist möglich, solange der Körper noch warm ist.“ Neben der Lesung von du Mont, war besonders der Schlagabtausch der beiden Darsteller unterhaltsam und zuweilen amüsanter als das Gelesene selbst.


Das Programm kam auch unter den – angesichts der Prominenz auf der Bühne unerwartet wenigen – Besuchern (ungefähr 250) im großen Saal der Festhalle bestens an. „Es ist richtig witzig und trifft oft den Nagel auf den Kopf“, fand Ursula Galli aus Zweibrücken. „Die Beiden zusammen sind prima. Ich finde es fantastisch und echt klasse“, pflichtete ihr Margit Hindenberger bei. Im Anschluss an die Vorstellung konnten sich die Besucher noch ihr Buch signieren lassen.

top